Studium & Lehre

Emerging Tech Lab

Das Emerging Tech Lab verfolgt das Ziel, neue technologische Entwicklungen systematisch zu beobachten, einzuordnen und ihre Potentiale für Studium und Lehre an Hochschulen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen sogenannte „Emerging Technologies“ – also Technologien, die sich noch in der Entwicklung befinden, aber künftig disruptiv auf Hochschulen wirken können.

Das Projekt unterstützt niedersächsische Hochschulen mit praxisnahen Szenarien und fundierten Handlungsempfehlungen, um ihre Reaktions- und Innovationsfähigkeit zu stärken und technologische Veränderungen proaktiv gestalten zu können.

Zentrale Ziele und Aufgaben des Vorhabens sind:

  • Die frühzeitige Identifikation, Diskussion, Erprobung und Bewertung neuer Technologien im Bildungskontext,
  • Die Stärkung der Fähigkeit niedersächsischer Hochschulen, technologische Innovationen aktiv zu nutzen und zukunftsfähige Bildungsräume zu gestalten,
  • Die Förderung einer nachhaltigen Transformation, die die Innovationskraft der Hochschulen stärkt und den Bildungsstandort Niedersachsen im nationalen wie internationalen Vergleich sichtbar macht.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Projektwebsite.

Themen: Bildung, Zukunft, Technologien, Fellowship, Austausch, Innovation, Diskurs, Change, Digitalisierung, KI, Resilienz

Zielgruppen: Alle Stakeholder im Kontext Studium und Lehre in Niedersachsen.

Laufzeit: 01.01.2025 – 31.12.2028

Fördersumme: 3.738.623,85 €

Projektleitung: Julius Othmer j.othmer@tu-braunschweig.de

Kontakt: emtechlab@tu-braunschweig.de

Das Projekt Emerging Tech Lab ist Teil des „Digitale Lehre Hub Niedersachsen“ (DLHN)

Projektbeteiligte:

  • TU Braunschweig (Lead)
  • Leuphana Universität Lüneburg

  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

  • Universität Hildesheim

  • Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut

  • Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V

Ziel- und Leistungsdimensionen

Das Vorhaben zielt auf verschiedene Ergebnisdimensionen, welche den diversen Stakeholder:innen im Bereich Studium und Lehre der Hochschulen Teilhabe, Wissen und Möglichkeiten zur Mitgestaltung eröffnen. Die Meilensteine dieses Vorhabens sind in diesen Ergebnisdimensionen verortet:

University:Future Festival

Das Emerging Tech Lab und das Media Lab der TU Braunschweig organisierten am 23. Juni 2026 zum zweiten Mal eine Partnerbühne des University:Future Festivals, der größten deutschsprachigen Veranstaltung zur Zukunft der akademischen Bildung. Unter dem Motto „Under Pressure“ konnten Besuchende spannende Vorträge, Workshops und interaktive Kunstausstellungen wahrnehmen.

Nach den Grußworten von Prof. Dr. Angela Ittel und Prof. Dr. Stefanie Hartz startete das offizielle Programm auf der Future:Tech Stage mit der Astronautin Rabea Rogge. Ihr Ausblick in menschliche Grenzbereiche und Forschung unter Extrembedingungen begeisterte viele der Zuschauenden. Entsprechend beliebt war die Möglichkeit eines persönlichen Treffens mit der ersten deutschen Frau im Weltraum im Ecoversity Hub im Rahmen des dortigen Changemaker Cafés im Anschluss an ihre Keynote.

Auch die anderen zentralen Vorträge stießen auf reges Interesse. Udbhav Tiwari (Vizepräsident für Strategie und globale Angelegenheiten, Signal), Frank Steinicke (Professor für Mensch-Computer-Interaktion, UHH), Eckart Voigts (Professor für anglistische Literatur und Kulturwissenschaft, TU Braunschweig) und Theresa Hannig (Autorin und Kolumnistin) überzeugten mit ihren Beiträgen zu Daten- und Systemsicherheit, den Möglichkeiten der virtuellen Realität in der Lehre und positiven Zukunftsszenarien.

Abseits der Hauptbühne fanden sich viele Interessierte im vielseitigen Angebot der Media Lab:Stage wieder, welches unter anderem erneut die fruchtbare Kooperation mit der University of Rhode Island aufgriff. Besonders im LEGO® SERIOUS PLAY®-Workshop entstanden faszinierende Visionen für zukünftige virtuelle Lernräume, die aufzeigten, wie digital gestützte Lehre heute neu gedacht werden kann.

Neu im Angebot war zudem ein Workshop des Science and Art Labs: Zusammen mit ihrer Residency Louise Ward Morris wurde im „Screen Sculpture Workshop“ ein spannender und geschickter Weg gefunden, Kunst, harte Wissenschaft und Alltag zu verbinden und damit einen kritischen Blick auf unsere Konsumkultur zu werfen.

Weiterhin konnten im Rahmenprogramm des University:Future Festivals im Experience Space verschiedene Möglichkeiten, Technologien zu erleben, wahrgenommen werden. Hierbei konnten Besucher*innen beispielsweise bei „Polylog_ik“ – gestaltet in Form einer Telefonzelle – unter Zeitdruck ihre Ideen formulieren und auf vorherige Stimmen reagieren. Ein weiteres Highlight war „Synthrophy“, eine immersive Installation, in welcher reale Stoffwechselparameter von Hefezellen in generative visuelle Darstellungen und räumliche Klanglandschaften übersetzt wurden.

Neben dem vom Projekthaus kuratierten Programm gab es erneut eine sehr erfolgreiche Kooperation mit dem Sandkasten, der die Erfolgsgeschichte seiner niedrigschwelligen Campusbeteiligung darstellte, sowie dem Hochschulsportzentrum, welches im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung mit dem PausenExpress etwas Bewegung in der Mittagspause anbot. Den Abschluss bildeten die Feierabendbeats – eine von Studierenden für Studierende organisierte Musikveranstaltung, die in den Abendstunden Schwung in den Uni-Alltag brachte.

Emerging Tech Fellowship

  • Was ist das Emerging Tech Fellowship?
    Das Emerging Tech Lab, ein Projekt der Initiative Hochschule.digital Niedersachsen, lädt in 2026 technologieaffine Expert*innen nach Niedersachsen ein, um Wissen und Impulse zu Emerging Technologies in die Hochschulbildung zu leiten. Mithilfe dieser Expert*innen sollen Potenziale und Risiken von emergenten Technologien für Studium und Lehre verständlich gemacht, diskutiert und erprobt werden.
  • Warum gibt es das Emerging Tech Fellowship?
    Technologische Innovationen verändern die Hochschulbildung. Die disruptiven Potenziale von emergenten Technologien bleiben dabei häufig unerkannt. Das Emerging Tech Lab möchte Hochschulen in Niedersachsen mit dem Emerging Tech Fellowship dazu befähigen, diese technologischen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, kritisch zu reflektieren und aktiv zu gestalten. Ziel ist es, ihre Reaktions- und Innovationsfähigkeit zu stärken.
  • Was ermöglicht das Emerging Tech Fellowship?
    Das Emerging Tech Fellowship fördert Aufenthalte an Hochschulen in Niedersachsen mit einer Dauer von 4 bis 12 Wochen. Während des Aufenthalts werden durch die Emerging Tech Fellows Formate durchgeführt, die sich mit Emerging Technologies in der Hochschulbildung auseinandersetzen. Jedes Fellowship ist mit 20.000 EUR dotiert. Die Einzelheiten zur Mittelverwendung werden in einem gemeinsamen Kick-Off nach der Vergabe zwischen Fellow, Gastgeber*in und Emerging Tech Lab definiert. Insgesamt werden vier Fellowships vergeben.

Materialplattform beim Hochschulforum Digitalisierung (HFD)

Die Materialplattform des Emerging Tech Labs fungiert als zentraler, zukunftsorientierter Hub, um Niedersachsen als innovativen Hochschulstandort zu stärken. Das primäre Ziel ist es, die dynamischen Entwicklungen von Emerging Technologies verständlich aufzubereiten und Akteuren – von Lehrenden bis zur Hochschulleitung – fundierten Zugang sowie konkrete Handlungsoptionen zu bieten. Die Plattform vermittelt so Souveränität im digitalen Wandel und sichert den nachhaltigen Wissenstransfer in die breite Hochschulpraxis.

Dieses Vorhaben entsteht und verstetigt sich in enger Kooperation mit dem Hochschulforum Digitalisierung (HFD). Durch die Einbindung in das bundesweite Innovationsökosystem des HFD profitiert die Plattform von gewachsenen Netzwerken zwischen Politik, Lehre und Wirtschaft. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Inhalte nicht isoliert betrachtet, sondern als integraler Teil der digitalen Transformation an Hochschulen langfristig etabliert und weiterentwickelt werden.

Unser Dossier versammelt fortlaufend aktualisierte Blogbeiträge, die Einordnungen, Erfahrungsberichte und Reflexionen zu Emerging Technologies in der Hochschullehre bieten: Materialplattform