Am 26. Februar 2025 ist an der HAWK in Göttingen das Projekt „Aufbau eines Netzwerkes und Services zu Forschungsinformationen“ mit einem Kick-Off-Treffen gestartet. Vertreter*innen der 20 beteiligten niedersächsischen Hochschulen kamen zusammen, um Ziele, Vorgehen und nächste Schritte für den hochschulübergreifenden Aufbau und die Weiterentwicklung von Forschungsinfrastrukturen zu Forschungsinformationen, insbesondere im Kontext von Forschungsinformationssystemen (FIS), abzustimmen.
Das Vorhaben knüpft an die Rahmenbedingungen des Wissenschaftsstandorts Niedersachsen an: 20 staatliche Hochschulen an 12 Standorten – verteilt auf elf Universitäten, zwei künstlerisch-wissenschaftliche Hochschulen sowie sieben Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – gestalten Forschung, Lehre und Verwaltung in einer vielfältigen Hochschullandschaft. Umso wichtiger sind abgestimmte, verlässliche und sichere digitale Lösungen, die hochschulübergreifend anschlussfähig sind.
Ein wichtiger gemeinsamer Grundsatz: Eine finale, einheitliche Systementscheidung für alle Hochschulen ist im Projektkontext nicht vorgesehen. Ebenso ist kein gemeinsamer Systemeinkauf geplant. Stattdessen wird gemeinsam ausgewertet, welche der aktuell eingesetzten Lösungen, für welche Hochschulen passend ist. Dabei werden die unterschiedlichen Anforderungen an den Standorten ausdrücklich berücksichtigt. Systementscheidungen sollen nachvollziehbar und belastbar begründet werden, orientiert an den Zielen und Kriterien des Projektantrags sowie an der vierjährigen Förderperspektive. Zugleich wird eine Diskussion über Kombinationen bestehender Systeme angestoßen, etwa über Schnittstellen und die Zusammenführung relevanter Daten.
Mit Blick auf die landesweite Perspektive wurde außerdem diskutiert, dass eine klare Positionierung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) hilfreich sein könnte. Eine abgestimmte Ansprache und gemeinsame Argumentationslinien sollen im Projektverbund weiter vorbereitet werden.

